TU Berlin

Verkehrssystemplanung und VerkehrstelematikRaumpartnerschaften

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RAUMPARTNERSCHAFTEN VERBINDEN KONTRASTRÄUME

Wohin fahren wir am Wochenende? Zu Freund/innen aufs Land? Zum Wassersport an den See? Raus aus der Stadt zum Dauerstandort auf dem Campingplatz? Zur eigenen Gartenlaube? Zum Wandern in den Naturpark? In die Berge? In eine Stadt für ein "kulturelles" Wochenende?

Freizeitverkehr findet zwischen kontrastreichen Räumen statt - zwischen Alltagswelt und Erholungsziel - und gilt als äußerst vielfältig und ist schwer voraussagbar.

Ein Neuansatz zur Erforschung von Gestaltungsmöglichkeiten des Freizeitverkehrs ist die Idee der Raumpartnerschaften: ein Stadt-Land-Verbund sich ergänzender Räume. Aus verschiedenen Perspektiven werden Handlungsspielräume und Ansatzpunkte für Politik, Tourismus und Verkehr definiert, um Stadt-Land-Kooperationen erfolgreich und dauerhaft einzuführen.

DAS PROJEKT STELLT SICH DREI PROBLEMEN DES FREIZEITVERKEHRS

  • Immer häufiger: Menschenleere Wohnquartiere an Wochenenden und in Ferienzeiten, überlastete Tourismusorte, Staus stören in städtischen Gebieten genauso wie in ländlichen Regionen.
  • Immer kürzer: Die Freizeit wird Stresszeit; man führt von Ort zu Ort; die Ruhe und Erholung, Zeit für sich und andere, kommen zu kurz. Da man nie wirklich "ankommt", bleibt wenig Zeit für Kontakte am Erholungsort.
  • Immer weiter: Moderne Nomaden stoßen auf Sesshafte: an den Einfallstraßen in die Städte, innerhalb der Städte, in den für Ruhe und Genuss aufgesuchten Fremdenorten. Freizeitansprüche stoßen auf Alltagsansprüche.

DAS PROJEKT HAT DREI LÖSUNGSANSÄTZE

  • Der Nahraum wird entdeckt: Fernreiseverkehr wird eingebunden in regionale Freizeitwirtschaft, unbekannte Orte werden zu Neuland für soziale und kulturelle Entdeckungen. Statt von einem Fernziel zum anderen zu jagen, fühlt man sich in einer bestimmten Region wohl und identifiziert sich mit der jeweiligen Freizeitumgebung.
  • Die Effekte von Kontrasten werden genutzt: Das Projekt will die Chance nutzen, die Wirkung von Kontrasträumen aufeinander zu analysieren. Deren Einfluss auf das Freizeit- und Verkehrsverhalten wird abgeschätzt, um Freizeitverkehre attraktiver und nachhaltiger zu gestalten. Damit werden auch Grundlagen für Innovationen - wie durch Verkehrsmittelhersteller und Betreiber - geschaffen und Beziehungen zwischen Räumen gefördert.
  • Die Austauschbeziehungen werden dauerhaft: Der Gast wird heimisch, der Einheimische zum Partner für Austausch und vielleicht zum Gast dort, wo der Fremde herkommt. Im Ergebnis sind Raumpartnerschaften Netzwerke, in denen die Akteure von Stadt-Land-Verbünden (z.B. aus den Bereichen Mobilität, Politik, Tourismus) zusammenarbeiten.

AUSGEWÄHLTE REGIONEN

Das Konzept ist auf Übertragbarkeit angelegt. Aus pragmatischen Gründen beschränkt sich das Vorhaben zunächst auf wenige Untersuchungsgebiete und untersucht die Möglichkeiten von Raumpartnerschaften in folgenden Vergleichsregionen:

  • Berlin und Regionen in Brandenburg sowie Berlin und Usedom
  • Zürich und die Ferienregionen entlang des Weges nach Graubünden und Graubünden selbst.

Der Vergleich soll Antworten darauf geben, wie ähnliche infrastrukturelle Aufgaben unterschiedlich definiert und gelöst werden können. Das Verkehrsverhalten sowie nachahmenswerte Erfolgsfälle im öffentlichen Verkehr in der Schweiz sind dabei für die bundesdeutschen Konzepte besonders anregend.

PERSPEKTIVEN

Der integrative Ansatz erfordert auf wissenschaftlicher Seite die Kooperation von

  • Verkehrswissenschaften
  • Psychologie
  • Sozialwissenschaften

Die Entwicklung umsetzungsorientierter Konzepte setzt zudem die enge Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Forschung mit

  • Politik und Verwaltung,
  • Verbänden
  • Tourismus- und Freizeitwirtschaft
  • Mobilitätsanbietern
  • Wirtschaft
  • Raumentwicklung und
  • Vereinen

voraus.  

PROJEKTPARTNER

Prof. Dr. G. Wolfgang Heinze (Projektsprecher)
Technische Universität Berlin
Institut für Land- und Seeverkehr (ILS)

Dr. Hans-Liudger Dienel
Technische Universität Berlin
Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG)

Prof. Dr. Hans-Joachim Harloff
Technische Universität Berlin
Institut für Sozialwissenschaften (IfS)

Prof. Dr. Kai W. Axhausen
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
Institut für Verkehrsplanung, Transporttechnik, Straßen- und Eisenbahnbau (IVT)

Dr. Hans-Peter Meier-Dallach
Institut Cultur Prospectiv Zürich (CPI)
 

WEITERE INFORMATIONEN ERHALTEN SIE VON:

Prof. Dr. G. Wolfgang Heinze
Projektsprecher
Technische Universität Berlin
Institut für Land- und Seeverkehr (ILS)
Forschungsprojekt "Kontrasträume
und Raumpartnerschaften"
SG 12
Salzufer 17-19
10587 Berlin

Fon: +49-(0)30-314 23308 Fax: +49-(0)30-314 26269

oder

Dipl.-Ing. Carolin Schröder
Projektkoordination
Technische Universität Berlin
Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG)
HAD 38
Hardenbergstraße 4-5
10623 Berlin

Fon: +49-(0)30 - 314 79 675 Fax: +49-(0)30-314 26917

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