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TU Berlin

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Approaches to increase truck driver participation rate in preclearance pograms - What Queensland could learn from existing programs
Zitatschlüssel Jaeckel2011Da
Autor Jäckel, Kristin
Jahr 2011
Adresse Berlin, Germany
Schule TU Berlin, Institute for Land and Sea Transport Systems
Zusammenfassung Enforcing weight restrictions on trucks in Australia, and in particular Queensland, is of increasing importance due to the growth in heavy vehicle traffic, the over-proportional contribution of overloading vehicles to road damage and the so raising costs on the part of the government and the trucking industry. To minimise pavement wear, weigh stations operate on major highways to detect overloading and non-compliant trucks. Their operations however tend to be inefficient and ineffective. New practices using RFID transponders and weigh-in-motion systems, called preclearance programs, have been set up in North America to improve operations. These current practices are researched into advantages and disadvantages. In particular, the participation rate identified as the critical element of these programs is investigated. The results indicate that the key aspects are threefold. On the part of the truck driver, the involved costs and the government's influence on the data obtained from the transponders create an adverse attitude. On the part of the preclearance programs, the disregard of the negative issues reduces the successful promotion of their activities. These lessons learnt are applied in the Australian context. To conclude about a potential transfer of preclearance programs to Queensland, the road freight industry, the overloading issue and the trucking industry's attitudes towards weigh stations and preclearance programs are analysed. The specific characteristics of the Queensland market show a small number of gross and a large number of minor overloading trucks. However, current practices only focus on the first type of violation and cause long delays for truck drivers. Therefore, the implementation of the preclearance approach is recommended for Queensland. Der Grad der Benutzung und Belastung vom Straßenbelag unterscheidet sich durch das jeweilige motorisierten Fahrzeug, welches die Straße benutzt. Tendenziell verursachen schwere Fahrzeuge eine höhere Abnutzung und damit Kosten für Reparatur und Instandhaltung von Straßen, als leichte Fahrzeuge. Dadurch wird deutlich, dass insbesondere LKWs zum Ermüden des Asphalts beitragen. Da die Lebensdauer des Straßenasphalts durch Parameter wie Geschwindigkeit, Masse und Anzahl von Fahrzeugen konzipiert ist, ist die Einhaltung dieser Grenzen erforderlich, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Kosten niedrig zu halten. Damit der Masseparameter nicht überschritten wird, ist die Installation von Wiegestationen für LKWs auf Autobahnen notwendig. Diese dienen als ein Instrument zur Aufdeckung von überladenen LKWs. Bei Betrachtung der aktuellen Praktiken, die insbesondere in Nordamerika statt finden, wird deutlich, dass es signifikante Ineffizienzen in der Ausführung der Wiegeprozesse gibt. Für alle drei beteiligen Parteien - die Regierung, die Transportunternehmen, sowie die allgemeine Bevölkerung - sind damit erhebliche Kosten verbunden. Unter Anwendung von "weigh-in-motion"(WIM) Technologie in Kombination mit automatischer Fahrzeugidentifikation (AVI) können die Prozesse von Wiegestationen vereinfacht und optimiert werden. Als Grundlage dafür fungieren ein im LKW angebrachter radio-frequency identification (RFID) Transponder, sowie ein korrespondierender RF Leser an der Wiegestation. Programme, die sich "Preclearance Programs" nennen, dienen als administrative Basis, um die LKWs vorab zu identifizieren, zu wiegen und freizugeben. Diese Diplomarbeit behandelt das Thema der Teilnahme von LKW-Fahrern an diesen "Preclearance Programs" (PP). Obwohl durch die Anwendung von PP eine Reihe von Vorteilen gegenüber einfachen Wiegestationen erzielt werden können, ist die freiwillige Teilnahme ein Nachteil für ihre Wirksamkeit. Dieser Aspekt ist von besonders hohem Interesse, da das Erfolgsausmaß dieses fortgeschrittenen Instruments erheblich davon abhängt. Um herauszufinden, welche Kriterien entscheidend für die Teilnahme bzw. Nichtteilnahme an PP sind, werden die beiden direkt involvierten Parteien untersucht. Auf der einen Seite werden die derzeitigen Praktiken, Strategien sowie das eigene Verständnis der PP mit Hilfe eines Interviews und des Studiums der Web-Seiten erlangt. Auf der anderen Seite soll unter Hilfenahme von Umfragen die Meinung und Sicht bzgl. Wiegestationen und PP der Transportunternehmen aufgedeckt werden. Da dieses Problem einem einfachen Verhältnis von Angebot und Nachfrage gleicht, müssen diese beiden Seiten zu einem Gleichgewicht kommen. Dabei wurde an Hand von Studien nachgewiesen, dass eine Teilnehmerrate von mindestens 30 bis 35 Prozent erzielt werden muss, um die Modernisierung von einer einfachen Wiegestation zu einer WIM/AVI Wiegestation ökonomisch zu rechtfertigen. Um zu dem minimalem Gleichgewicht von 30 Prozent Teilnehmerrate zu gelangen, müssen die eingesetzten Methoden und Instrumente der PP effektiv bei den Transportunternehmen ankommen. Diese widerum müssen die Notwendigkeit erkennen und die wirtschaftliche Kraft aufbringen, diesen Programmen beizutreten. In der Arbeit wurde aufgedeckt, dass es vier signifikante Probleme in den Praktikanten in Nordamerika gibt. Seitens der PP wurde durch die Nachforschung deutlich, dass ein sehr geringes Wissen darüber existierte, inwieweit die Transponder negative Meinungen erzeugen. Das heisst, einige PP waren sich nicht darüber im Klaren, dass Nachteile für die Transportunternehmen mit der Teilnahme aufkommen. Seitens der Transportunternehmen wurden zwei klare Nachteile aufgezeigt. Zum einen spielen die involvierten Kosten eine erhebliche Rolle. Zum anderen wird der Einfluss der Regierung in diesen Programmen, aber vor allem deren Kenntnis über fahrerspezifische Daten, als stark negativ angesehen. Diese beiden Faktoren tragen hauptsächlich dazu bei, dass Transportunternehmen nicht an PP teilnehmen. Darüber hinaus wurde aufgezeigt, dass in Nordamerika ein vierter Aspekt von Einfluss ist. Die heterogene Herangehensweise und Durchführung der PP erzeugt Probleme für die Transportunternehmen. Hierbei spielt die Reihenfolge, in der die verschiedenen Transponder von den Programmen erworben werden, eine entscheidende Rolle. Dies gilt insbesondere für LKW-Fahrer, die über lange Distanzen unterwegs sind und damit auf Wiegestationen unterschiedlicher Programme treffen. Diese Komplikationen führen zu einer Intransparenz, die die an sich einfache Teilnahme an PP zu komplex und damit unattraktiv macht. Des Weiteren wurde in dieser Diplomarbeit analysiert, ob es in Queensland, Australien, die Notwendigkeit, die Akzeptanz und die Möglichkeit gibt, die PP zu implementieren. Dazu wurde als erstes die Notwendigkeit untersucht, ob und inwieweit es ein Problem mit überladenen LKWs auf Australiens Straßen gibt. Studien haben aufgezeigt, dass diese Problematik sehr allgegenwärtig ist und dass es zwei Besonderheiten gibt. Der kleinere Teil der überladenen LKWs ist stark überladen und der größere Teil ist gering überladen. Dabei bedeutet, dass LKWs stark überladen sind, wenn sie mehr als 30 Prozent über ihrem zugelassenen Gewicht tragen. Die gering überladenen LKWs dagegen nutzen die meßtechnisch bedingten Toleranzen des erlaubten Gewichtes bewusst aus. Obwohl mit den Aktivitäten auf Queenslands Straßennetz nur der erste Typ aufgedeckt werden kann, tragen beide signifikant zur Überbelastung des Asphalts bei. Wiegestationen in Queensland werden anders betrieben als in Nordamerika. Während die Wiegestationen in Nordamerika normalerweise von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends geöffnet sind und damit möglichst viele LKWs untersuchen, wird in Queensland spezifisch nach deutlich überladenen LKWs gesucht. So werden Wiegestationen lediglich stichprobenartig eingesetzt. Diese Art der Kontrollmethode führt zum Teil zur erfolgreichen Aufdeckung von überladenen LKWs und erfordert sogleich hohe Personalkosten. Dabei bleibt die Mehrzahl an gering überladenen LKWs dagegen unentdeckt. Für die Regierung bzw. das Transportministerium in Queensland wäre es daher sinnvoll, die vollständige Umstellung von einfachen zu WIM/AVI Wiegestationen durchzuführen und darüber hinaus eine Art PP aufzustellen, um RFID Transponder für die Kontrollen zu nutzen. Damit wäre nicht nur eine Kontrolle auf 24 Stunden Basis möglich, sondern bei Wahl des richtigen Grenzbereichs für die WIM Sensoren, auch die Aufspürung gering überladener LKWs. Um die Akzeptanz eines PP in Queensland beurteilen zu können, wurde eine Umfrage durchgeführt. Das Ergbnis spiegelt die momentanen Erfahrungen mit Wiegestationen und die Meinungen bzgl. potentieller PP aus Sicht der Transportunternehmen wider. Dafür wurde ein Telefonumfrage geschaltet und die Antworten von insgesamt 40 Unternehmen erfasst. Der Fragebogen beinhaltet drei Kernpunkte: allgemeine Informationen über das Unternehmen, seine Erfahrungen mit Wiegestationen und seine Akzeptanz und Zahlungswilligkeit für eine Art PP bzw. ein existierendes Programm in Queensland. Ergebnis der Studie zeigt, dass die Wiegestationen deutlich mehr Zeit pro Inspektion konsumieren, als in Nordamerika. Während der nordamerikanische Durchschnitt bei etwa fünf Minuten liegt, beträgt die Inspektionszeit in Queensland circa 30 Minuten. Dieser erhebliche Zeitverlust pro Inspektion führt aus Sicht der Transportunternehmen zu erheblichen Nachteilen, da die Lieferungen zeitlich negativ beeinflusst werden und damit sinkt auch die Fahrerzufriedenheit. Weiterhin wurde durch die Umfrage deutlich, dass die Transportunternehmen in Queensland Interesse an einer Art PP haben, jedoch nur wenige große Firmen eine Zahlungsbereitschaft aufweisen. Obwohl keine direkte Frage nach dem Einfluss der Regierung auf die Einstellung gegenüber PP gestellt wurde, haben einige Unternehmen hierüber offen gesprochen. So äußerten sie unter anderem, dass der potentielle Einfluss der Regierung auf ein solches Programm ihre Nichtteilnahme zur Folge hätte. Diese Sichtweise geht einher mit den Tendenzen des nordamerikanischen Marktes. Als Ergebnis der Arbeit wurde festgehalten, dass eine Implementierung von PP in Queensland sowohl für die Transportunternehmen als auch die Regierung von hohem Wert wäre. Des Weiteren können die Beachtung der Fehler im nordamerikanischen Raum und die spezifischen Ansprüche im australischen Raum genutzt werden, um die erforderliche Teilnehmerrate zu erreichen und damit eine effiziente Kontrolle der Gewichtsrestriktionen für LKWs auf Autobahnen durchzuführen.
Typ der Publikation Diplomarbeit (Diploma Thesis)
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