TU Berlin

Verkehrssystemplanung und VerkehrstelematikGRIPS

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GIS basiertes Risikoanalyse-, Informations- und Planungssystem für die Evakuierung von Gebieten (GRIPS)

Projektbeschreibung

Ziel es Projektes ist die Erstellung eines GIS-basierten Risikoanalyse-, Informations- und Planungs-Systems für die Evakuierung von Gebieten im Katastrophenfall.
Mit diesem Vorhaben wird das Innovationspotential der TraffGo HT GmbH (KMU) gestärkt und der Schutz der Gesellschaft vor Bedrohungen verbessert. Die zur Risikoanalyse, Infor- mation und Planung im Katastrophenfall zu erforschenden Simulation und Auswertungsmethoden sollen jedem frei (kostenlos und uneingeschränkt) zugänglich sein. Daher berufen sie auf offener Software (open source), offenen Inhalten (open content), z.B. Straßenkarten, und offenen Standards. Diese Vorgehensweise erleichtert die Verbreitung, da keine Lizenzkosten entstehen und andere Nutzer (z.B. Forschungseinrichtungen) eigene Anpassungen vornehmen können. Daneben ist von Beginn an eine professionelle Unterstützung der Nutzer, die Aktualität der zugrunde liegenden Daten und Verfahren und eine leichte Benutzbarkeit wesentliches Ziel des Vorhabens.

  • Szenario 1: Industrieunfall

Für das Szenario Industrieunfall steht die Einsatzplanung im Vordergrund. Bei Industrieunfäl- len gibt es – im Gegensatz zur Überflutung – i.a. keine Vorwarnzeit. Daher ist eine Evakuie- rung der Bewohner eher unüblich; eher findet eine teilweise Evakuierung (der Menschen, die sich im öffentlichen Raum befinden) statt. Die Rettungskräfte müssen bei der Anfahrt die Einschränkungen der Infrastruktur, den Evakuierungsverkehr und die Fluchtbewegungen einkalkulieren. Dies wird durch die Multi-Agenten-Simulation der Evakuierung ermöglicht.

  • Szenario 2: Überflutung

Das Szenario Überflutung weist zwei Besonderheiten auf: Erstens ist die Vorwarnzeit im Vergleich zu anderen Bedrohungen vergleichsweise lang und zweitens ist eine vollständige Evakuierung erforderlich. Die Ausbreitung der Gefahr ist i.a. langsamer als bei einem Indust- rieunfall. Daher kann für die Selbstrettung zunächst eine vollständige Infrastruktur ange- nommen werden. Für die Fremdrettung müssen Einschränkungen (wie überflutete Straßen) berücksichtigt werden. Gleichzeitig können Anzahl und Lage von „Fluchtburgen“ in ihrer Wirksamkeit analysiert und anschließend optimiert werden.

  • Andere Bedrohungen – Übertragbarkeit

Die betrachteten Szenarien Industrieunfall und Überflutung sind auf andere Bedrohungen übertragbar, so dass es sich um allgemein einsetzbares Verfahren handelt. Die verwendete Software ist Open Source (MATSim, QuantumGIS), die Daten (wie Karten) sind Open Access (OpenStreetMap) und die Standards sind ebenfalls offen (Open GIS). Daher können die Programme (einschl. Quellcode), Verfahren und Ergebnisse ohne Einschränkung weiterver- breitet werden und erlauben somit einen unmittelbaren Wissenstransfer zu Betreibern kritischer Infrastrukturen und Behörden (z.B. Feuerwehr) oder zu anderen Forschungseinrichtungen.

Ansprechpartner

Gregor Lämmel, Tu-Berlin

Weitere Informationen

Publikationen: siehe hier.

Movies: siehe hier.

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