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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Abbiegespuren und Kreuzungslayout in OpenStreetMap

Analyse und Simulation von Verspätungen im europäischen Linien-Luftverkehr

Die Güterstraßenbahn als alternativer Lösungsvorschlag für autoorientierte Stadtstrukturen am Beispiel von Warschau

Entwicklung eines Erhebungskonzepts zur Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Fahrgastwechselzeit im ÖPNV im Raum Berlin

"KURZFASSUNG

[...] Die Attraktivität des ÖPNV gilt es im Sinne eines verantwortungsbewussten Umganges mit natürlichen Ressourcen und der damit einhergehenden notwendigen Verlagerung des MIV auf den ÖV zu steigern. Die Optimierung von Fahrgastwechsel- und Haltezeiten trägt maßgeblich zur Minimierung der Umlaufzeiten bei und ist deshalb auch von großem betriebswirtschaftlichem Interesse.

Zielführend ist es daher, Faktoren zu bestimmen, die im ÖPNV im Raum Berlin maßgeblichen Einfluss auf die Fahrgastwechselzeit ausüben und darauf aufbauend ein Erhebungskonzept zu entwickeln. Aus der Literaturrecherche ergibt sich eine große Variation an Einflusskriterien. In Bezug auf das dichte Berliner ÖPNV-Netz werden die Einflusskriterien kategorisiert und zusammengefasst. Die drei Obergruppen Fahrzeug, Haltestelle und Fahrgast beinhalten die fünf Kriterien Fahrzeugtyp, Haltestellenform, Fahrgastverteilung, Fahrgastwechselzahl und Besetzungsgrad.

Den Kern der Arbeit bilden die Erhebungskonzepte, mit deren Hilfe die Auswirkung der Einflusskriterien auf die Fahrgastwechselzeit ermittelt werden sollen. Die konzipierten Erhebungen ermöglichen es, gemessene Unterschiede in der Fahrgastwechselzeit einem einzelnen Einflusskriterium zuzuordnen. Mit der Vorgabe von möglichst gleichen Rahmenbedingungen (Methoden und Orte) können vergleichbare Kennwerte ermittelt werden. Einen Ausblick auf die Struktur der Ergebnisse und den Ablauf der Erhebungen geben die durchgeführten Probeerhebungen.

Hier werden die Auswirkung von Fahrzeugtyp (Bus), Haltestellenform (Tram), Fahrgastwechselzahl (U-Bahn), und Besetzungsgrad (U-Bahn) ermittelt. Demnach ist die Fahrgastwechselzeit vom eingesetzten Fahrzeugtyp und der Fahrgastwechselzahl abhängig. Mit zunehmender Anzahl von Fahrgästen steigt die benötigte Zeit für den Fahrgastwechsel. Durch beengte Stauräume und gestörte Abflüsse innerhalb des Fahrzeuges verlängert sich die spezifische Fahrgastwechselzeit. Ein Einfluss der Haltestellenform und des Besetzungsgrades scheint untergeordnet und konnte statistisch nicht nachgewiesen werden.

Die bisherigen Ergebnisse als auch die Daten der noch durchzuführenden Haupterhebung können entscheidend zur Abschätzung und Simulation der Fahrgastwechselzeit insbesondere im Hinblick auf neu zu planende Haltestellen und Linien beitragen. Dies ermöglicht das Optimieren von Fahrplänen und Umlaufzeiten, birgt somit betriebswirtschaftliches Einsparpotential und kann daneben an der Attraktivitätssteigerung des ÖPNV mitwirken."

D. Sengünes, U. Spaltmann

Experimentelle Untersuchung verschiedener Shelterplatzierungen in Padang (Indonesien)

Güterverkehrsmodellierung auf Grundlage der Prognose 2025 Daten, Vergleich

Modellierung und Simulation des europäischen Linien-Luftverkehrs

"Zusammenfassung

Der Luftverkehr verzeichnete in den letzten Jahrzehnten enorme Wachstumsraten und gewann bedeutend an Relevanz als massenleistungsfähiger Verkehrsträger. Um den Luftverkehr in die bereits existierende, multi-modale Multiagenten-Simulation MAT-Sim integrieren zu können ist es nötig eine geeignete Modellierung zu konzipieren, die das Treffen von Aussagen über den Verkehrsfluss oder die Luftverkehrsnachfrage ermöglicht. Hierzu wird zu Anfang die Eignung verschiedener Quellen für Luftverkehrsdaten diskutiert, geeignete Quellen ausgewählt und schließlich ein Flugplan und ein Netzwerk für eine Simulation in MATSim erzeugt. Die Infrastruktur in der Luft wird auf direkte Verbindungen zwischen Start- und Zielflughafen simplifiziert. Eine Kapazitätsbeschränkung findet ausschließlich im Bereich der Flughäfen statt. Die so modellierte Infrastruktur wird in MATSim umgesetzt und eine Simulation des Luftverkehrs durchgeführt. Das Modell simuliert mehr als 15000 europaweiten Flügen zu über 450 Flughäfen. Durch die getroffenen Beschränkungen der Kapazität ist das Modell in der Lage Engpässe abzubilden, die in einer Verspätungsquote von 9% resultieren. Die Ausprägung von Verkehrsspitzen am frühen Morgen und am späten Nachmittag wird ebenfalls deutlich. Dieser Ansatz bildet die Grundlage für die Generierung einer Luftverkehrsnachfrage und der anschließenden Simulation und Vergleich des Flugverkehrs mit anderen Verkehrsträgern."

B. S. Fürbas

Modellierung und Simulation einer adaptiven Steuerung für Lichtsignalanlagen in Queue-Simulationen

"Zusammenfassung

Planbasierte Lichtsignalanlagensteuerungen sind nicht in der Lage auf eine stark schwankende Verkehrsnachfrage zu reagieren. Ein möglicher Ansatz dieses Problem zu lösen ist eine verkehrsadaptive Steuerung, die sich zeitnah der aktuellen Nachfrage anpasst. Um die Funktionsfähigkeit solcher Steuerungen zu testen, wird im Rahmen dieser Arbeit ein bestehender Algorithmus an MATSim angepasst und implementiert. Die Leistungs- und Funktionsfähigkeit wird anhand von zwei Szenarien überprüft.

Der implementierte Algorithmus liefert gute Ergebnisse, die sich in den Dimensionen einer mathematisch optimierten Festzeitsteuerung bewegen. Eine reale Umsetzung erscheint jedoch fraglich, oder sogar. Zunächst ist eine variable Umlaufzeit bei der Planung Lichtsignalanlagen unüblich, beziehungsweise durch die entsprechenden Richtlinien sogar ausgeschlossen. Des Weiteren berücksichtigt der Algorithmus nur den motorisierten Verkehr. Fußgänger, Radfahrer, sowie der ÖPNV finden jedoch bei der Planung von Lichtsignalanlagen im Allgemeinen besondere Berücksichtigung. Sie haben dementsprechend einen großen Einfluss auf die Freigabezeiten für den motorisierten Verkehr, so dass eine Simulation ohne Berücksichtigung dieser Verkehrsteilnehmer nur bedingt sinnvoll erscheint. Darüber hinaus bedarf es einer Vielzahl an Daten über das aktuelle Verkehrsgeschehen. Um diese zu erhalten werden große Mengen an Sensorik benötigt, deren Anschaffung sehr teuer ist."

D. Röder

Verkehrsabhängige Lichtsignalanlagensteuerung - Vergleich und simulationsbasierte Evaluation

"Kurzfassung

Verkehrsabhängige Lichtsignalanlagensteuerungen sind ein geeignetes Mittel, flexibel auf schwankende Verkehrsnachfragen zu reagieren. Sie können sich zeitnah an die tatsächliche Nachfrage anpassen. Weltweit gibt es dabei unterschiedliche Steuerungsverfahren. Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst ein Vergleich verschiedener Verfahren erstellt. Dabei werden sowohl etablierte Industrieverfahren wie etwa SCOOT und MOTION betrachtet als auch solche, die bisher nur Gegenstand universitärer Forschung sind. Im zweiten Teil der Arbeit wird ein Teil der in Deutschland genutzten SYLVIA-Steuerung in der Verkehrssimulation MATSim umgesetzt. Hierzu erfolgt eine Anpassung der in SYLVIA enthaltenden Phasenlängensteuerung auf Zeitlückenbasis. Um einen flächendeckenden Einsatz in bestehenden MATSim-Szenarien zu ermöglichen, wurde zudem ein Algorithmus zur automatischen Grundplangenerierung erstellt. Durch eine flexible Zwangsdehnung kann dabei eine konstante Umlaufzeit gehalten werden. Die Evaluation erfolgt dabei an Hand eines Szenarios, dass eine Nachfrage des Pendlerverkehrs in und um Cottbus darstellt. Diese wurde um eine variable Menge zum Stadion fahrender Fußballfans ergänzt. Die umgesetzte Steuerung erzielt in der Simulation gute Ergebnisse und führt mit steigender Fananzahl zu deutlichen Reisezeitverkürzungen gegenüber der existierenden Festzeitsteuerung."

J. Bischoff

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